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Der Wert des Leidens?


Bevor ich zu Divine Openings gefunden habe, hatte "Leiden" für mich einen sehr hohen Wert. Ich weiss, es klingt vielleicht im ersten Moment komisch, doch ich genoss es irgendwie, zu leiden und mich in meinem "ich bin so eine arme, dass mir das passiert" zu suhlen. Der Gewinn, den ich davon hatte war, dass meine Mitmenschen mir sehr viel Verständnis zeigten, mich trösteten, für mich da waren.

Das Negative, das ich davon hatte war jedoch, dass ich dadurch in einer Opferschwingung steckenblieb. Und langfristig fühlte ich mich nicht besser, wenn andere Mitleid mit mir hatten oder mich trösteten.

Ich denke, ich wurde auch durch meine katholische Erziehung geprägt, dass "das Leben erleiden" etwas ist, dass wir Menschen anstreben sollten. Hinzustehen und zu sagen, dass ich glücklich bin und in meinem Leben alles gut läuft war für mich äusserst schwierig. Ich wollte nicht, dass andere Menschen vielleicht eifersüchtig werden könnten oder mich sogar als arrogant betiteln würden, wenn ich dazu stehen würde, wenn es mir so richtig gut ging.

Also blieb ich lieber auf meinem Leidensweg und tat so, als ob ich ein ganz schlimmes Leben hätte. Und erschuf mir dadurch auch immer wieder Umstände, in denen ich mich als Opfer sah. (Darin war ich sogar richtig gut ;) ) Und mein Mann und ich lieferten uns teilweise richtige Wettbewerbe, wer denn nun der ärmere von uns beiden sei ;)

Dank Divine Openings habe ich erkannt, dass Schmerz zum menschlichen Leben nun mal dazu gehört. Sei das emotionaler Schmerz oder körperlicher Schmerz. Wenn ich den Schmerz annehme, dann muss ich deswegen nicht leiden. Dann kann ich einfach akzeptieren, dass ein Gefühl weh tun kann oder dass mein Körper schmerzt. Aber dadurch bin ich keine "arme".

Ich fühle mich durch diese neue Sicht sehr gestärkt. Es gibt mir viel mehr Kraft.

Klar werde ich jetzt nicht mehr von anderen getröstet, bekomme weniger Mitleid meiner Mitmenschen aber dafür fühle ich mich richtig wohl.

Ich kann meine Gefühle annehmen, auch wenn es solche sind, die ich nicht so mag.

Ich kann Situationen in meinem Leben annehmen, die vielleicht mal schieflaufen. Ich kann mich selber annehmen, auch wenn es vielleicht mal etwas gibt, das mir an mir nicht so gefällt.

Ich leide deshalb nicht mehr. Es ist wie es ist. Und das ist sehr befreiend. Und gibt mir sehr viel Energie zurück, die ich fürs Leiden verschwendet hatte.

Leiden hat für mich keinen Wert mehr. Wenn meine Mitmenschen um mich herum leiden, dann biete ich Trost an. Aber ich leide nicht mehr mit. Auch das habe ich gelernt. Ich war soooo gut im "Mit-Leiden". Aber das hat niemandem wirklich etwas gebracht ausser, dass wir alle danach tief unten im "Leidensloch" sassen.

Ich spende Trost aus meiner Schwingung heraus, die immer stabiler und immer höher wird und biete meinen Mitmenschen die Möglichkeit, zu mir rauf in meine höhere Schwingung zu kommen. Dann geht es uns allen besser und wir sitzen gemeinsam nicht mehr im Loch.

Wie schön das Leben doch sein kann, wenn du dich entscheidest, nicht mehr Opfer sein zu wollen und du dein Leben nicht erleiden musst.

Love

Biruta




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